300 Jahre Freimaurerei werden auch in Ingolstadt gefeiert. Auf den ersten Blick scheinen Sie etwas aus der Zeit gefallen, die Herren mit Zylinder, Frack und Abzeichen. Sie sprechen von einem "Tempel" als ihren Versammlungsort und erkennen einander an bestimmten Zeichen. Auch in Ingolstadt treffen sich regelmäßig Freimaurer zur "Tempelarbeit", sie gehören der Loge "Theodor zur festen Burg"an und ihr "Hauptquartier" befindet sich im Tor Heydeck, das einst zum gleichnamigen Festungsbau in Ingolstadt gehörte.

Es hat eine Weile gedauert, bis die Logen Ingolstadt und Kirkaldy zu einer Partnerschaft fanden. 2007 wurde die Idee geboren, vor Kurzem war es soweit. Vier Mitglieder der Loge "Theodor zur festen Burg" aus Ingolstadt nahmen am 150. Stiftungsfest der Loge "Oswald Of Dunniker No.468" teil. Kurze Zeit später erfolgte der Gegenbesuch.

Verschwiegenheit ist eine ihre obersten Disziplinen, über die Rituale die sie in ihren Logen vollziehen, bewahren sie auch heute Stillschweigen. Seit bald 300 Jahren geben die Freimaurer Außenstehenden Rätsel auf. Fehlende Antworten bieten Platz für Spekulation, nähren Mutmaßungen und Verschwörungstheorien. Sie sind keine Religion, keine Sekte, keine Partei. Doch was sind sie dann? Ein Besuch bei den Ingolstädter Freimaurern, einem gar nicht so geheimen Geheimbund.

Ingolstadt (DK) Es ist eine geschlossene Gesellschaft, die an die Öffentlichkeit gehen will: 300 Jahre nach Gründung der ersten Großloge in London will die Ingolstädter Loge "Theodor zur festen Burg" etwas transparenter werden. Im Jubiläumsjahr sind einige Veranstaltungen geplant.

Ein Erlebnis der ganz besonderen Art wurde einigen Mitgliedern der Bonhoeffer-Gemeinde aus Germering bei München zuteil: Sie waren am Freitag Zeuge eines freimaurerischen Rituals der Ingolstädter Loge im Tor Heydeck.