"Die Freimaurer hüten ihre wahren Geheimnisse auch heute noch peinlich genau. Doch hinter dem legendären Ruf stecken ganz normale Menschen, die vor allem Humanität und Toleranz als Lebensziele anstreben. Im renovierten historischen Torbau Heydeck, wo die Logen „Theodor zur festen Burg“ und „Selene am Fluss“, residieren, machten sich beim europaweiten Tag des offenen Denkmals am vergangenen Sonntag mehrere hundert Ingolstädter selbst ein Bild von dem ehemaligen Geheimbund.“

Es geht um Männer, Macht, bizarre Symbole und Rituale: Die Freimaurer haben das wohl geheimnisvollste Netzwerk der Welt. Für Fans von Verschwörungstheorien sind si die finsteren Beherrscher der Erde. Andere bewundern ihre Erfolge und sprechen vom „besten Persönlichkeitstraining der Geschichte“. Kürzlich haben die Freimaurer in Deutschland ihren 275. Geburtstag gefeiert. Die erste Loge wurde anno 1737 in Hamburg gegründet. Persönlichkeiten wie Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe waren Freimaurer. Heute werden die Mitglieder sogar von der EU um Rat gebeten. Aber wie wird man Freimauer? Was passiert hinter ihren verschlossenen Türen? Eine Loge aus Ingolstadt hat für die tz diese Tore geöffnet.

Das Logenhaus der Ingolstädter Freimaurer entspricht voll und ganz dem Klischee. Das ehemalige Festungstor Heydeck ist zu einer Art Burg umgebaut. Mit drei hohen Torbögen, zwei steinernen Ritterfiguren und den zehn mächtigen Zinnen scheint es das perfekte Domizil für einen geheimnisvollen Männerbund zu sein.