Vor 300 Jahren - am 24. Juni 1717 - setzten vier Freimaurer-Logen in London mit ihrem Zusammenschluss zur ersten Großloge den Anfangspunkt für die moderne, organisierte Freimaurerei, wie man sie heute kennt.

Die Freimaurer bekennen sich zu den auf Würde, Freiheit und Selbstbestimmung des Menschen ausgerichteten Traditionen ihres Bundes. Dieses Erbe zu bewahren und es angesichts der Herausforderungen der Gegenwart in Denken und Handeln neu zu bestimmen, ist wichtigster Inhalt freimaurerischer Arbeit.

Die Loge öffnet sich kontroversen Ideen und lässt Mitglieder jeder gesellschaftlichen Herkunft zu. Auf der Basis der von ihr vertretenen Überzeugungen vereint sie geistig und menschlich aufgeschlossene Männer unterschiedlicher weltanschaulicher, religiöser und politischer Überzeugung und erfüllt so den Auftrag der „Alten Pflichten“, Menschen in brüderlicher Eintracht zu verbinden, die sich sonst fremd geblieben wären. Worauf Freimaurer auch immer ihre Überzeugung zurückführen, entscheidend allein ist, wie sich ihr Bekenntnis zum Menschen im Leben bewährt.

1839 wurde das Tor Heydeck fertiggestellt. An der Ostfassade befinden sich die Standbilder ‚Gerecht‘ und ‚Gerechtigkeit‘ der Baumeister Michael von Streiter und Peter von Becker. Diese Tugenden als eine fundamentale Voraussetzung für Humanität sind von großer Bedeutung für die Freimaurerloge.

Die Freimaurer in Ingolstadt öffnen am 10. September 2017 ab 11:30 Uhr zum Tag des offenen Denkmals ihre Türen und freuen sich auf die Besucher und stehen allen Fragen offen gegenüber.

Die Loge im Forttor Heydeck (PDF-Flyer)

 

300 Jahre Freimaurerei werden auch in Ingolstadt gefeiert. Auf den ersten Blick scheinen Sie etwas aus der Zeit gefallen, die Herren mit Zylinder, Frack und Abzeichen. Sie sprechen von einem "Tempel" als ihren Versammlungsort und erkennen einander an bestimmten Zeichen. Auch in Ingolstadt treffen sich regelmäßig Freimaurer zur "Tempelarbeit", sie gehören der Loge "Theodor zur festen Burg"an und ihr "Hauptquartier" befindet sich im Tor Heydeck, das einst zum gleichnamigen Festungsbau in Ingolstadt gehörte.

Ingolstadt (DK) Es ist eine geschlossene Gesellschaft, die an die Öffentlichkeit gehen will: 300 Jahre nach Gründung der ersten Großloge in London will die Ingolstädter Loge "Theodor zur festen Burg" etwas transparenter werden. Im Jubiläumsjahr sind einige Veranstaltungen geplant.

Es hat eine Weile gedauert, bis die Logen Ingolstadt und Kirkaldy zu einer Partnerschaft fanden. 2007 wurde die Idee geboren, vor Kurzem war es soweit. Vier Mitglieder der Loge "Theodor zur festen Burg" aus Ingolstadt nahmen am 150. Stiftungsfest der Loge "Oswald Of Dunniker No.468" teil. Kurze Zeit später erfolgte der Gegenbesuch.

Im Rahmen des Clubabends am 09.12.2015 führten zwei unserer Brüder ein Kammerspiel auf, das nicht nur bei Gästen, Schwestern und Brüdern gut ankam, sondern über die Loge hinaus große Anerkennung fand.